Heute möchte ich Euch auf eine kleine Reise in die Welt der Hormone mitnehmen.

Hormone sind die unsichtbaren Strippenzieher, wenn es um unser Gewicht geht. Ohne einen ausbalancierten Hormonhaushalt ist es langfristig schwierig, ja nahezu unmöglich, sein Gewicht zu halten.

Hormone sind ein wahres Wunderwerk, wenn man bedenkt, dass sie für das reibungslose Zusammenspiel so vieler Körperfunktionen wie Wachstum, Blutdruck, Herzfrequenz, Blutzucker-Spiegel, Körpertemperatur, Wasserhaushalt, Fortpflanzung etc. verantwortlich sind. Aber nicht nur unser sexuelles Verlangen und unsere Stimmungslage werden entscheidend von Hormonen beeinflusst, sondern auch unser Stoffwechsel. Hormone steuern unseren Appetit und entscheiden, ob wir übergewichtig werden oder nicht. Dabei ist der Hypothalamus im Gehirn sozusagen die Kommandozentrale, die alles koordiniert. Interessant ist, mit welchen Mechanismen das Gehirn das menschliche Essverhalten steuert. Die Menge an Insulin wie auch das aus dem Fettgewebe stammende Leptin sind dabei wichtige Signale für Übergewicht. Die Konzentration dieser beiden Hormone im Blut sagen viel über die Menge an Körperfett aus. Normalerweise signalisiert ein Anstieg des Leptins dem Gehirn, dass die Reserven aufgefüllt sind und demzufolge eine Sättigung erreicht und das Essen eingestellt werden kann. Außer Leptin und Insulin sind auch die Geschlechts- und Schilddrüsenhormone am Prozess beteiligt. Und man darf nicht außer acht lassen, dass neben hormonellen Faktoren, auch gesellschaftliche Normen, Erziehung, erlernte oder antrainierte Verhaltensweisen und die Umwelt berücksichtigt werden müssen.

 

Der Appetit wird von unseren Lust- und Frustzentren im Gehirn gesteuert. Dafür ist u. a. das Hormon Leptin (griech.: „leptos“ = dünn) verantwortlich. Es wird vor allem von den Fettzellen des Körpers produziert und ist für unser Sättigungsgefühl verantwortlich. Leptin zirkuliert wie alle Hormone im Blutkreislauf. Über ein Feedback-System vermittelt Leptin an den Hypothalamus das Signal: „Genug, ich bin satt!“. Das funktioniert folgendermaßen: Sind im Körper genügend Fettreserven vorhanden, gibt es auch im Blut eine hohe Leptin-Konzentration, die neben dem Sättigungsgefühl auch dafür sorgt, Energie aus der Fettverbrennung zur Verfügung zu stellen.

Leptin reguliert durch diesen Mechanismus den Stoffwechsel. Wenn dieser Mechanismus intakt ist, hat man normalerweise mit dem Gewichthalten keine Probleme.

Leptin und Insulin arbeiten Hand in Hand. Indem Du Deinen Insulin-Spiegel normalisierst, tust Du gleichzeitig etwas Gutes für eine ausbalancierte Leptin-Bilanz und für Dein Gewicht. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Hormonstörungen und getreide-, zucker- und stärkehaltigen Lebensmitteln. Ein Überangebot an Kohlenhydraten führt zu Problemen, und zwar nicht nur im Hinblick auf das Gewicht, sondern auch, weil die Glykogen-Speicher im Körper begrenzt sind. Das Problem ist, dass die Kohlenhydrate nun verstärkt in Fett umgewandelt werden, weil sie sich so viel besser speichern lassen. Das heißt jetzt nicht, dass man zeitlebens auf Brot, Zucker und Getreideprodukte verzichten sollte. Die gute Nachricht ist, dass es gute und gesunde Alternativen zu Brot, Zucker, Pasta und Pizza gibt. Darauf Auf dieses Thema und die Art und Weise, wie Sie Deinen Leptin-Spiegel anheben können, gehe ich im Weiteren noch genauer ein.

 

Wie kann ich das Schlank-Hormon Leptin ankurbeln?

Das geht zum einen mit bestimmten Lebensmitteln, die sich gut mit einer gesunden kalorienarmen Dauerernährung decken. Dazu komme ich gleich. Ein weiterer Tipp ist, einmal in der Woche eine Art Schlemmertag einzulegen, um die Leptin-Produktion anzuregen. Und nicht vergessen: regelmäßig etwas Sport treiben.

Dann kann man Leptin von außen zuführen. Homöopathisch potenziertes Leptin ist möglich, wenn es nicht zu hoch potenziert ist. Eine C30 ist definitiv nicht für eine längere Anwendung geeignet.

Eine weitere Möglichkeit ist das Aufspielen von Informationen. Es findet dadurch eine spezielle Energetisierung statt, die auf ein Enzym einwirkt, welches Leptin ankurbelt. Der Vollständigkeit halber erwähne ich noch Injektionen und Tabletten, die ich aber nicht empfehle und die auch nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen sollten.

Mit folgenden Lebensmitteln lässt sich der Leptin-Spiegel positiv beeinflussen

Viel frisches Gemüse, auch als Rohkost �Bei einer Leptin- und Insulin-Resistenz sollte eine Zeit lang auf süßes Obst verzichtet werden. Empfehlenswert ist Obst mit niedrigem Sorbit- und Fructose-Anteil wie z. B. Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Grapefruit, Zitrone, Papaya und Rhabarber.

Frischer Seefisch aus Wildfang, auch fettere Fische wie Lachs und Makrele�Ersatzweise oder zusätzlich Omega-3-Fettsäuren. Sie sind nicht nur gut gegen Entzündungen, sondern auch gut für Ihren Leptin-Spiegel.

Nüsse sind gut. Aber Vorsicht: Sie sind kalorienreich!

Grüner Tee

Kaffee und Alkohol in Maßen. Kaffee 1 – 2 Tassen täglich, bei Alkohol nichts Hochprozentiges. �Besser ist da 1 Glas trockener Wein, wenn überhaupt. Durch reichlich Alkohol am Abend werden nachts 75 Prozent weniger Wachstumshormone gebildet und tagsüber wird durch Alkoholkonsum 30 Prozent weniger Testosteron gebildet. Der Östradiol-Spiegel steigt dagegen an.

Grüne Pflanzen wie z. B. Gerstengras-Saft. Hilft bei der Entgiftung.

Kokosöl hilft, Bauchfett zu reduzieren.

Spirulina- und Chlorella-Algen. (Sie sind zusätzlich eine wertvolle Protein-Quelle, wenn man wenig �oder gar kein Fleisch isst). Ein hochwertiger Protein-Shake ohne Molke, Soja und Honig kann morgens als Frühstück getrunken werden.

Meiden von Zucker in allen Formen. Sie alle begünstigen eine Leptin-Resistenz.

Keine Zwischenmahlzeiten. Esse 2 – 3 Mahlzeiten am Tag, und zwar im Abstand von 6 Stunden. Wenn Dein Leptin-Spiegel wieder ausgeglichen ist, wirst Du zwischen den Mahlzeiten auch �kein Hungergefühl mehr verspüren. �

Besonders gesundheitsschädlich sind die Transfettsäuren, wie sie in minderwertigen Ölen, gehärteten Fetten, Süßigkeiten, Kuchen und Fertiggerichten vorkommen. Sie fördern Hungergefühle �und reduzieren den Leptin-Spiegel.

Viel frische Kräuter und Gewürze verwenden, z. B. Basilikum, Rosmarin, Thymian, Ingwer, Zimt, �Kurkuma, Leinsamen, Kümmel, Cayennepfeffer etc.

Bei Ölen nicht sparen, aber nur gute, hochwertige Öle und Fette verwenden.

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